Freitag, 21. Juni 2013

Anmerkung

Hier die Anmerkung zum ersten Teil unseres Vortrags in Schriftform:

ich denke wir müssen noch klarer machen, dass wir nicht von einer postmoderne oder posthistoire reden

sondern von einer emanzipation, die sich trotzdem in der zeit entfaltet

das ist  nicht gleichbedeutend mit dem trivialen schluß: jeder ist künstler, sondern dass hier die chance zu einer vielfältigen differenzierung vorliegt
jeder kann musik machen, aber es wird unterschiedliche ausprägungen geben
eben nicht mehr bloß eine trennung zwischen professionell und nicht-professionell
geschweige denn den anderen trennungen wie u oder e

sondern mit den heutigen möglichkeiten kann jeder selber explorieren wie, wohin und was er machen möchte

ich denke interaktivität wird ein starkes thema bleiben, nur unter veränderten vorzeichen
wir erkennen, dass vieles schon immer interaktiv war oder eben ein kopplungsgeschehen
aber wir werden versuchen mehr formen von interaktivität einzubeziehen
der einwand gegen das anything goes ist nicht valid, da das schon immer der fall war (innerhalb der jeweiligen gültigen syntaktischen systeme oder moden)
wie und mit welchem ton oder instrument fange ich an?
und wie geht es weiter, das war schon immer irrationale sinnstiftung durch selektive und selektierte Rationalität
denn eigentlich setzen wir immer die Prämisse das als-ob, eben des als ob es sinn machen würde
am ende fällt die heraus und ein weiteres stück musik ist entstanden
es ist doch völlig willkürlich und amit unwichtig welchen algorithmus oder bezug wir herstellen oder auswählen, wichtig ist das ergebnis, das aber auch wieder nur vorläufig ist, nichts was für die ewigkeit hält, das wie ist nur ein teil des was und doch ist es heute wichtig das wie zu betonen und offenzulegen, so dass jeder daran teilhaben kann, das irrationale und fantastische der produktion sehen und hören kann
das sakrale der kunstwerke, die unantastbarkeit und zeitlosigkeit, ist nur eine erscheinung, an der wir uns viel zu lange festgebissen haben
gesellschaft wird sich verändern oder etwas anderes werden, wünschenswert ist hier die schaffung eines möglichkeitsraumes der alle spielarten und nuancen zulässt und nicht gängelt, abwertet, stigmatisiert oder gar tabuisiert, sondern freien zugang für alle (unabhängig von alter, geschlecht, abstammung und sozialisation) zu den entsprechenden resourcen gewährt.


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