Freitag, 19. Oktober 2012

Begrenztheit musikalischer Terminologie - Ideen für eine neue Begrifflichkeit (2)

Strategien, die das künstlerische Subjekt entlasten? 

Immer wieder begegnen uns in der Kompositionsgeschichte subjektentlastende Strategien, d.h. ausgewählte Modelle, die einer scheinbaren Eigenlogik folgen, die in allen diesen Fällen angezapft werden soll - : Um was eigentlich zu erreichen? Solche subjektentlastenden Strategien sind für mich sämtliche Modelle mit einem Hang zur Ökonomisierung, Rationalisierung und Simplifizierung: Das ist das Thema, das Motiv, der Leitgedanke, die Skala, die Tonart, die Fuge, der Tanztypus, die Passacaglia, die Zwölftonreihe, der Algorithmus, die Statistik etc. Ökonomisierung, Rationalisierung und Simplifizierung geben hier auch schon eine Teilantwort. Ein weiterer Schlüssel zur Anwort liegt für mich in der Differenzierung (Veränderung): Diese Modelle dienen der Abstoßung. Damit wird die Verwandlung, Veränderung, Demontage, Destruktion oder Dekonstruktion zum Wichtigsten in der Musik. Diese sind schwierig darzustellen ohne die Schablone, ohne das Modell.

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